Meta





 

Warum, Herz?

Gestern haben wir zum erstenmal wieder etwas zusammen gemacht, seit B "in festen Händen" ist. Und ich wusste es doch. Da war etwas. Die ganze Zeit. Warum legte er auf einmal solchen wert darauf, dass P neben mir sitzt? Das war doch noch nie ein Problem. Aber gut zu wissen, dass es nicht nur an mir lag. Den Blickkontakt zu ihm konnte ich dennoch nicht halten. Nur wenn er mich wirklich angesprochen hat. Und selbst dann nur kurz. Den anderen fiel es wohl kaum auf, aber für ihn muss es offensichtlich gewesen sein. Umgekehrt aber glaube ich auch, dass er vermied, mich öfter als nötig offen anzusehen. Ist vermutlich besser so, bevor wir einander zu viel eingestehen.

Samstag lerne ich sie vermutlich kennen. Ich habe Angst davor. Aber was solls. Ich esse einfach Mutella, um dem Mutismus zu verfallen, dann muss ich wenigstens nicht lügen. Ach Mann, warum denn? 

30.12.09 11:26, kommentieren

Erneut Scherben

Das Konzert in L. Der Abend im Pub. S betreffend erstmal ein wenig Enttäuschung, weil er so anders war, als er im Forum und in den PMs wirkt. Aber dann Erleichterung, dass ich mir keine weiteren Gedanken machen muss.
Im Pub bzw. später Ärger über mich selbst, dass ich smalltalkunfähig bin und nicht mehr mit T gesprochen habe. Aber es wird sich nochmal eine passende Situation ergeben, dessen bin ich sicher.

B - was soll ich sagen. Grund, sich für ihn zu freuen gibt es mehr als genug. Nur irgendwie schaffe ich es nicht wirklich. Tzz.. und dabei hätte ich doch ohnehin nichts davon, wenn es diesen Grund nicht gäbe. Irgendetwas Altes muss da wohl nocheinmal aufbereitet und durchgeackert werden. Du könntest mir wenigstens dabei helfen.

Und dann M. Das tut weh. Nimmt mir meine Identität, die ich mir aufbaue und die mir nicht von anderen gegeben wird. Erst nimmt sie den Namen, den ich meiner ersten Tochter geben wollte. Und nun möchte sie meine Instrumente nehmen, meine Musik, meine Vorbilder.. dabei hat sie doch ihr Leben schon. Sie hat ihr eigenes Instrument, sie hat ihre Familie, IHR Leben, IHRE Identität. Warum nun meine? Das tut weh. Ich habe so lange gebraucht, um mich selbst zu finden, mich von ihrem und anderen Vorbildern freizumachen; und nun nimmt sie von mir. Ich darf ihr das nicht vorwerfen, zum einen bin ich schließlich selbst daran Schuld.. aber dennoch tut es weh.

Das wird ein tolles Weihnachtsfest. Wirklich.

23.12.09 00:23, kommentieren

Wundbrand

"Spuckst heißes Blut aus, du tobst unter Schmerzen,
Drehst dich im Kreis, bis die Wände sich schwärzen"

 

Ich war schon lange nicht mehr so wütend und traurig über mich selbst. Die zwei Zeilen aus "Bist du nicht müde" passen besser denn je. Samstagabend kam ich endlich heim. Endlich? Alle verzogen sich in ihre Zimmer oder waren nicht da. Also verzog auch ich mich, machte alles dunkel, legte mich ins Bett und schrie innerlich, bis ich keine Luft mehr bekam. Die Tränen liefen heiß und trocken, alles in mir brannte und mein Kopf dröhnte ohne Ende. Selbst die Katze ließ mich allein.

Ich brenne immernoch und werde es nicht los.

Ich spreche und verhalte mich offensichtlich codiert, bisher hat niemand gemerkt, wenn alles in mir schreit, aus meinem Mund aber nur wirres Zeug und aus meinem Kopf nur irrationales und albernes Verhalten bricht.

Ich möchte weglaufen und diesen schwarzen, blut- und glutroten Fleck vergraben, den Schmerz und die rostigen Nadeln in mir loswerden.

Warum nur bin ich auf einmal so empfindlich? Was soll ich nochmal lernen, was habe ich übergangen? Ich dachte, ich wäre schon weiter, jetzt wurde ich wieder zurückgeworfen in diesen Zustand der Zerrissenheit, der Unerträglichkeit. Nicht mehr lange, und ich schiebe mir wieder selbst die Schuld für alles zu, ohne das verhindern zu können. Ich dummer Mensch.

Schwarz?  

14.12.09 21:44, kommentieren

...wie gut, dass ich nicht leicht zu manipulieren bin und es nicht allen recht machen will...

 

ich geh kotzen.

14.12.09 13:33, kommentieren

mind refuses to cooperate

 Die "Schlagzeile", die seit Tagen mein Leben beherrscht. Nichts passt, nichts ist richtig. Ich freue mich für B und bin gleichzeitig traurig. Ich freue mich auf Samstag und habe Angst davor. Ich finde mich schön und hässlich, zu schön und zu hässlich. Ich will und will nicht. Verzerrt, verkratzt, verbrannt.
Ich wünschte, du spieltest öfter mit meinen Haare. Wir lägen stundenlang auf dem Bett wie früher, ohne uns aus den Augen zu lassen. Genössen den ewigen Moment und ich wäre heil. 
Und das bilde ich mir doch nur alles ein, weil ich tiefgründig sein möchte. Dummes Kind.

11.12.09 22:28, kommentieren

Morgengeschichte

Der Wecker klingelt zum sechsten Mal in 45 Minuten und endlich mache ich das Licht an. Nach weiteren sieben Minuten quäle ich mich aus dem Bett, meine Haare immernoch feucht von der Dusche gestern abend.
Ich habe Bauchweh, mir ist flau. Ohne körperlichen Grund. Nach langer Zeit habe ich Angst, und wieder weiß ich nicht, wovor. Rückfall in alte Muster und Stereotypien: Die Handballen auf die Augen pressen, um nicht sehen zu müssen; in der Hoffnung, dass alles wieder gut ist, wenn ich die Augen öffne. Auch das mehrmals, bevor ich meine Schuhe anziehe, um die WG zu verlassen. Als ich aufstehe, wird mir schwarz vor Augen.
Auf dem Weg zur Uni denke ich an B und stelle fest, dass wir da immer noch nicht raus sind. Ich zumindest nicht. Für ihn ist es wahrscheindlich normal, mit Mädchen (denn das bin ich, ein Mädchen im Körper einer beinahe Erwachsenen, niemals eine Frau..) zu schäkern, während deren Partner nur 30 cm entfernt sitzt und beschäftigt ist - es sah am Freitag auch bei K so aus. Ich dachte nur, ich hätte das im Sommer hinter mir gelassen. Falsch gedacht, es beschäftigt mich, dass er am Samstag mit meinen Haaren spielte und meine Hand so lange hielt - und dass er sich aufregte, dass ich Baldrian nehme. Ich frage mich, wie oft ich diese Unsicherheit bezüglich B noch erleben muss.
Meine Gedanken schweifen weiter zu dem Konzert am vergangenen Samstag. Viele schöne Menschen, die auf mich zukamen; vor allem Bj. Er wirkte ganz anders als im Sommer, offener, selbstbewusster. Schön.
Und Bi. - sie sah mich nur am Anfang an, lächelte kurz und achtete den Rest des Konzerts nicht mehr auf mich. Auch als sie von der Bühne kam, direkt vor mir, ignorierte sie mich gekonnt. Ich gebe mich der Hoffnung hin, dass es an H lag, der direkt hinter mir saß und einfach nur anstrengend ist. Ich bin traurig über diese Hoffnung, über Samstag; ein bisschen sogar, dass ich für das Konzert in L. ein Versprechen gegeben habe und noch mehr, dass ich mich zu dem Kurs bei Bi im März '10 angemeldet habe. Vielleicht haben wir Glück und ich komme in den anderen Anfängerkurs.
Ich gehe durch den Matsch, ein kleines Gefälle hinab. Es ist rutschig und ich beschließe, dass ich liegen bleiben werde, falls ich ausrutsche und hinfalle.
Ich falle nicht, gehe die letzten Schritte zum Campus und stelle bei der letzten kleinen Steigung endlich fest, dass ich wach bin, nicht mehr schlafe und dass dies kein Traum ist.
Immerhin, ein Anfang.
 
 
Ich glaube, ich möchte auf diesen Tag verzichten.

8.12.09 11:24, kommentieren

Eine kleine große Blödheit

Heute war offensichtlich ein anstrengender, doch irgendwie ein wenig unnötiger Tag. Langweilige Seminare mit Anwesenheitspflicht, schlechtes Wetter. Ebenso unnötig im Orchester. Und noch unnötiger sein im Forum. Unnötige Gedanken, Wünsche. Hoffnungen. Einfach dumm. Kaum zu glauben, sogar die Hoffnung, dass du Samstag nach S. kommst.
 

1 Kommentar 1.12.09 23:11, kommentieren