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Wundbrand

"Spuckst heißes Blut aus, du tobst unter Schmerzen,
Drehst dich im Kreis, bis die Wände sich schwärzen"

 

Ich war schon lange nicht mehr so wütend und traurig über mich selbst. Die zwei Zeilen aus "Bist du nicht müde" passen besser denn je. Samstagabend kam ich endlich heim. Endlich? Alle verzogen sich in ihre Zimmer oder waren nicht da. Also verzog auch ich mich, machte alles dunkel, legte mich ins Bett und schrie innerlich, bis ich keine Luft mehr bekam. Die Tränen liefen heiß und trocken, alles in mir brannte und mein Kopf dröhnte ohne Ende. Selbst die Katze ließ mich allein.

Ich brenne immernoch und werde es nicht los.

Ich spreche und verhalte mich offensichtlich codiert, bisher hat niemand gemerkt, wenn alles in mir schreit, aus meinem Mund aber nur wirres Zeug und aus meinem Kopf nur irrationales und albernes Verhalten bricht.

Ich möchte weglaufen und diesen schwarzen, blut- und glutroten Fleck vergraben, den Schmerz und die rostigen Nadeln in mir loswerden.

Warum nur bin ich auf einmal so empfindlich? Was soll ich nochmal lernen, was habe ich übergangen? Ich dachte, ich wäre schon weiter, jetzt wurde ich wieder zurückgeworfen in diesen Zustand der Zerrissenheit, der Unerträglichkeit. Nicht mehr lange, und ich schiebe mir wieder selbst die Schuld für alles zu, ohne das verhindern zu können. Ich dummer Mensch.

Schwarz?  

14.12.09 21:44

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